2026-06-10
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Sport

USA verweigert somalischem Schiedsrichter Eintritt wegen mutmaßlicher Terrorismusverbindungen

Omar Artan, zum besten Schiedsrichter Afrikas ernannt, wurde kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft 2026 die Einreise in die USA verweigert, die Washington mitausrichtet.

2026-06-10·Deutschland·Zusammengefasst aus 3 Quellen
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Photo: Omar Ramadan / Unsplash · illustrative

Omar Artan, ein somalischer Schiedsrichter, dem der Titel des Afrikanischen Schiedsrichters des Jahres verliehen wurde, wird nicht bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 als Schiedsrichter tätig sein, nachdem die Vereinigten Staaten ihm die Einreise verweigert haben. Die Sperrung wurde in den letzten Tagen vor der Eröffnung des Turniers bekannt und wirft einen Schatten auf den Akkreditierungsprozess des Gastgeberlandes und stellt Fragen über die Verbindung zwischen Einwanderungspolitik und internationalem Sport.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte die Entscheidung und sagte, die Regierung habe „gute Gründe" für die Verweigerung. Der Beamte verband Artan mit Personen, die als mutmaßliche Mitglieder von Terrororganisationen beschrieben wurden, obwohl das Ministerium diese Personen nicht öffentlich benannte oder die Art der angeblichen Verbindungen nicht präzisierte.

Die FIFA hatte Artan zuvor in ihre Liste ausgewählter Schiedsrichter für den Wettbewerb 2026 aufgenommen. Seine Entfernung aus dem Schiedsrichterkader ist einer der politisch aufgeladensten Vorfälle in der Vorbereitungsphase zum Turnier, das gemeinsam von den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird.

Artan selbst hat eine persönliche Stellungnahme zur Situation abgegeben. Wie die Welt berichtet, unterscheidet sich sein Bericht erheblich von der Darstellung in FIFAs eigener öffentlicher Kommunikation zum Fall – obwohl die Einzelheiten dieser Diskrepanz nicht vollständig offengelegt wurden.

Die deutschen Medien Süddeutsche Zeitung und Die Zeit konzentrierten ihre Berichterstattung auf die Terrorismusverbindungen als Begründung des US-Außenministeriums für das Verbot und präsentierten Washingtons Begründung als Erklärung für das Verbot. Keines der beiden Blätter konnte die zugrunde liegenden Vorwürfe unabhängig überprüfen. Die Welt, die aus einem kritischeren Blickwinkel berichtete, hob die Lücke zwischen Artans Darstellung der Ereignisse und dem offiziellen Narrativ hervor und stellte die Angelegenheit als eine dar, die ernsthafte, aber umstrittene Anschuldigungen beinhaltet.

Somalia hat Jahrzehnte lang unter Bürgerkrieg gelitten und bleibt ein aktives Einsatzgebiet für die islamistische Miliz al-Shabaab. Das US-Einwanderungs- und Sicherheitsgesetz gewährt den Behörden umfangreiche Ermessensbefugnisse, um die Einreise aus Sicherheitsgründen zu verweigern, oft ohne die Geheimdienstgrundlagen solcher Entscheidungen offenzulegen. Staatsangehörige aus fragilen oder konfliktgeprägten Staaten werden routinemäßig mit erhöhter Sorgfalt bei der Visumsprüfung überprüft.

Es ist unklar, ob die FIFA plant, das Verbot formal anzufechten, Klarstellung von den US-Behörden zu erbitten oder einfach mit einem angepassten Schiedsrichterkader fortzufahren. Seit die Details der Position des US-Außenministeriums bekannt wurden, hat der Dachverband keine öffentliche Stellungnahme abgegeben.

Mit dem Eröffnungsspiel in den kommenden Tagen ist die Zeit für jede diplomatische oder verwaltungstechnische Lösung praktisch erschöpft. Die Episode hebt die Komplikationen hervor, die entstehen, wenn ein globales Sportspektakel in einem Land mit einigen der restriktivsten Einwanderungskontrollen der Welt stattfindet, und lässt unbeantwortet, ob Artan eine Möglichkeit hat, gegen die Entscheidung Einspruch zu erheben.