Modi übertrifft Nehru als Indiens längstdienender gewählter Premierminister mit 4.399 Tagen
Der Meilenstein markiert 12 Jahre ununterbrochener Amtszeit und zieht Glückwünsche von ausländischen Führungspersonen ein, darunter Italiens Giorgia Meloni.
Der indische Premierminister Narendra Modi hat einen bedeutsamen politischen Meilenstein erreicht und dabei den verstorbenen Jawaharlal Nehrus Rekord übertroffen, um zum längstdienenden gewählten Premierminister in der Geschichte des Landes zu werden. Modi überschritt die Schwelle von 4.399 Tagen im Amt, eine Zahl, die Nehrus ununterbrochene Amtszeit in den Schatten stellt und seine anhaltende Kontrolle über die indische Wahlpolitik unterstreicht.
Modi übernahm sein Amt zunächst im Mai 2014 nach einem Erdrutschwahlsieg seiner Bharatiya Janata Party und wurde seither zweimal wiedergewählt — 2019 und erneut 2024. Die 12-jährige ununterbrochene Amtszeit in Indiens oberster Exekutivposition ist bemerkenswert in einer parlamentarischen Demokratie, in der Koalitionsdruck und Wahlvolatilität die Amtszeit von Premierministern historisch begrenzt haben.
Der Meilenstein löste eine Flut von Glückwunschnachrichten von ausländischen Regierungschefs aus. Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni gehörte zu den prominentesten, die den Anlass öffentlich würdigten, und schrieb in sozialen Medien, dass es „ein Vergnügen" gewesen sei, mit Modi zusammenzuarbeiten, und gratulierte ihm zu der Leistung.
Indische Medienunternehmen würdigten den Meilenstein in überwiegend positiven Begriffen, allerdings mit unterschiedlichem Schwerpunkt. The Times of India verfolgte Modis politischen Weg durch statistische Diagramme nach und hob Wahl- und Regierungsdaten über seine drei Amtszeiten hervor. NDTV konzentrierte sich auf die internationale Dimension und katalogisierte die ausländischen Führungspersonen, die ihre Wünsche äußerten. The Hindustan Times unterstrichen die Bedeutung des Rekords, indem sie darauf hinwiesen, dass er sich speziell auf ununterbrochene demokratisch gewählte Amtszeit bezieht.
Die Unterscheidung des „längstdienenden gewählten Premierministers" ist eine präzise: Nehru war von der Unabhängigkeit 1947 bis zu seinem Tod 1964 Indiens erster Premierminister und sammelte erhebliche Gesamtzeit im Amt, aber die Rahmung von Modis Rekord konzentriert sich auf ununterbrochene, demokratisch gewählte Amtszeit statt auf Gesamtjahre. Kritiker der Modi-Regierung haben lange argumentiert, dass seine Machtkonsolidierung mit demokratischem Rückgang einhergegangen ist, eine Charakterisierung, die seine Verwaltung ablehnt.
Nehrus Vermächtnis ragt groß in der indischen Politikkultur auf als Gründer der postunabhängigen demokratischen Institutionen des Landes, was das symbolische Gewicht des Übertreffens seines Rekords erheblich macht — sowohl für Modis Anhänger, die es als Validierung seines Führungsmodells betrachten, als auch für seine Gegner, die den Vergleich durch ein stärker umstrittenes Prisma betrachten.
Mit der laufenden parlamentarischen Amtszeit bis 2029 ist Modi in der Lage, den Rekord weiter zu verlängern, sofern es nicht zu einem unerwarteten politischen Bruch kommt. Ob seine dritte Amtszeit die Wahlkoalition aufrechterhalten kann, die ihn durch die ersten beiden getragen hat, bleibt die zentrale Frage für die indische Politik in den kommenden Jahren.
Es wurde keine offizielle Regierungszeremonie berichtet, um den Tag zu markieren, und Modi selbst hatte sich zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht öffentlich zum Rekord geäußert. Der Meilenstein wurde in erster Linie von Medien und ausländischen Kollegen vermerkt, anstatt formell von der Verwaltung beachtet zu werden.