2026-06-11
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Singapore-Mann, 72, wegen Belästigung angeklagt – aggressive E-Mails an Abgeordneten und Stadtratsangestellte

Manickam Manohar erschien vor Gericht wegen Nachrichten an den Abgeordneten Hany Soh und eine Angestellte des Stadrats der Marsiling-Yew Tee GRC. Er teilte dem Richter mit, dass er inzwischen ein Entschuldigungsschreiben verfasst hat.

2026-06-11·Singapur·Zusammengefasst aus 2 Quellen
a train on a train track in a city
Photo: Edwin Petrus / Unsplash · illustrative

Ein 72-jähriger Singapurer wurde wegen Belästigung angeklagt, nachdem er E-Mails mit beleidigender Sprache an ein Parlamentsmitglied und einen Angestellten des Stadrats verschickt hat – ein Fall, der Bedenken hinsichtlich der Behandlung von Beamten und Politikern unterstreicht.

Manickam Manohar ist mit Anklagen in Bezug auf Nachrichten konfrontiert, die an den Abgeordneten der Marsiling-Yew Tee GRC Hany Soh und mindestens einen Angestellten des Stadrats des Wahlkreises gerichtet waren. Die Anklagen beziehen sich auf Verhalten, das unter Singapurs Gesetz zum Schutz vor Belästigung fällt.

Die Polizei vermerkte, dass Manohar zuvor wegen ähnlicher Vergehen untersucht worden war, was darauf hindeutet, dass dieser Fall kein isolierter Vorfall ist, sondern Teil eines Verhaltensmusters, das die Behörden über längere Zeit hinweg überwacht hatten.

Vor Gericht teilte Manohar dem Richter mit, dass er ein Entschuldigungsschreiben an den Abgeordneten Hany Soh und den betreffenden Stadtratsangestellten verfasst hatte – eine Mitteilung, die bei den weiteren Verfahren eine Rolle spielen könnte, wenn der Fall vor Gericht voranschreitet.

Der Bericht von Channel NewsAsia legte Wert auf Manohars Mitteilung vor Gericht über das Entschuldigungsschreiben und stellte dies als bemerkenswerte Entwicklung in seiner Reaktion auf die Anklagen dar. Die Straits Times wiederum hob die Aussage der Polizei über Manohars frühere Ermittlungen wegen ähnlichen Verhaltens hervor und unterstrich den wiederholten Charakter des mutmaßlichen Verhaltens.

Singapurs Gesetz zum Schutz vor Belästigung deckt eine Reihe von Verhaltensweisen ab, darunter das Versenden von bedrohlichen oder beleidigenden Mitteilungen, und wurde in Fällen verwendet, die die Belästigung von Privatpersonen und prominenten Personen betreffen. Abgeordnete und Beamte haben zunehmend von feindseliger oder bedrohlicher Korrespondenz berichtet.

Der Fall lenkte die Aufmerksamkeit auf die Belastungen, denen sich diejenigen in Positionen mit Publikumskontakt ausgesetzt sehen, darunter gewählte Vertreter und Stadtratsangestellte an der Front, die täglich mit Anliegen und Beschwerden von Bürgern umgehen.

Es wurde kein Straftermin festgesetzt, und das Ergebnis von Manohars Entschuldigung – ob sie angenommen wird oder rechtliche Bedeutung bei der Strafmilderung hat – bleibt zu klären, während der Fall die Gerichte durchläuft.