Hilton und Becerra bestreiten im November um Kaliforniens Gouverneursamt
Republikaner Steve Hilton und Demokrat Xavier Becerra haben sich in der Vorwahl des Staates durchgesetzt und werden sich im November zur Wahl um das höchste Amt des Staates gegenüberstehen.
Kaliforniens Gouverneurswahl nahm Dienstagabend konkrete Gestalt an, als der Republikaner Steve Hilton und der Demokrat Xavier Becerra die ersten beiden Plätze in der Vorwahl des Staates sicherten und damit die Bühne für eine Stichwahl um das höchste Amt des Staates im November bereitet.
Hilton, ein ehemaliger Berater des britischen Premierministers David Cameron, der später zum Fox-News-Moderator wurde, erhielt vor der Vorwahl die Unterstützung des ehemaligen Präsidenten Donald Trump. Sein Erfolg bei der Vorwahl stellt einen bemerkenswerten Meilenstein für einen kürzlich in die USA eingereisten Einwanderer dar.
Becerra bringt ein umfassendes Profil in der Demokratischen Partei mit sich und hat als Kongressabgeordneter, Kaliforniens Generalstaatsanwalt und zuletzt als US-Gesundheitsminister gedient. Sein Weg zur Stichwahl im November wurde besiegelt, als der progressive Herausforderer Tom Steyer Dienstagabend seine Niederlage eingestand und schnell Becerra unterstützte.
Steyer, eine der führenden progressiven Stimmen im Rennen, forderte seine Anhänger auf, Becerra im Allgemeinen Wahlkampf zu unterstützen. Seine Niederlage und schnelle Unterstützung signalisieren einen Versuch der Demokraten, sich hinter ihrem Kandidaten zu vereinen, während ein hart umkämpfter Wahlkampf im Herbst zu erwarten ist.
CBS News und Decision Desk HQ prognostizierten beide das Hilton-Becerra-Duell, wobei die Berichterstattung unterschiedliche Schwerpunkte setzte. The Guardian hob Hiltons Ursprünge als britischer Politikberater und seine Trump-Unterstützung als Kennzeichen seiner Kandidatur hervor, während sich Zentrumsmedien stärker auf das Wahlausgang und die Mechanik von Kaliforniens Zwei-Kandidaten-System konzentrierten.
Kalifornien hat keinen republikanischen Gouverneur mehr gewählt, seit Arnold Schwarzenegger sein Amt 2011 verließ, was das Gouverneursamt des Staates zu einer langjährigen demokratischen Hochburg macht. Hiltons Erfolg wird als bedeutende Errungenschaft für die Kalifornische Republikanische Partei angesehen, die in den letzten Wahlzyklen Schwierigkeiten hatte, konkurrenzkräftige Kandidaten auf Staatsebene zu stellen.
Der Wahlkampf im November wird zeigen, ob Hiltons Kombination aus nationalem Medienprofil und Trump-Unterstützung in einem Staat, in dem registrierte Demokraten die Republikaner stark zahlenmäßig überwiegen, in Wählerstimmen umgesetzt werden kann. Becerra wird inzwischen die demokratische Koalition zusammenhalten müssen, die progressive Wähler, die Steyer und andere Kandidaten in der Vorwahl unterstützt haben, umfasst.
Wichtige Fragen vor der Allgemeinen Wahl sind, wie wirksam Becerra die demokratische Basis vereinen kann, ob Hilton unabhängige und gemäßigte Wähler jenseits der Republikanischen Basis anziehen kann, und wie sehr die nationale Politische Situation – einschließlich Trumps fortdauernder Präsenz – den Ausgang in dem bevölkerungsreichsten Staat der Nation beeinflusst.