USA starten zweiten Tag von Luftschlägen gegen Iran, während Teheran Vergeltungsangriff auf US-Basis in Bahrain meldet
Eskalierende Militäroperationen schüren Angst vor einem breiteren regionalen Konflikt, während Waffenstillstandsverhandlungen zu scheitern scheinen.
Das US-Militär führte am Dienstag, den 10. Juni, einen zweiten aufeinanderfolgenden Tag von Luftschlägen gegen Iran durch, während Teheran behauptete, eine US-Basis in Bahrain als Vergeltung angegriffen zu haben, und vertieft damit eine Krise, vor der Analysten warnen, dass sie sich der Kontrolle beider Seiten entziehen könnte.
Das US-Militär gab an, seine Operationen für den Tag beendet zu haben, und bestätigte, dass der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz weiterhin läuft und damit direkt die iranischen Behauptungen widerlegt, dass die Wasserstraße geschlossen worden sei. Die freie Passage durch die Straße, eine kritische Verkehrsader für die globalen Ölströme, war seit Beginn der letzten Feindseligkeitsphase ein zentraler Streitpunkt.
Präsident Trump erklärte die US-Marineblockade gegen Iran zur erfolgreichsten in der Geschichte der Seekriegführung und postete in Truth Social, dass Irans Militär in einem Zustand völligen Zusammenbruchs sei und behauptete, dass seine Marine und Luftwaffe faktisch nicht mehr existierten. Seine Bemerkungen spiegelten eine maximistische Darstellung der US-Militäreffektivität wider, die in scharfem Kontrast zu Teherans anhaltenden Behauptungen von Vergeltungskapazität stand.
Wie The Guardian berichtete, war die Zerbrechlichkeit der laufenden diplomatischen Bemühungen evident, wobei der ehemalige israelische Militärgeheimdienstoffizier Danny Citrinowicz warnte, dass ein echtes Abkommen erfordern würde, dass die USA sich ernsthaft mit iranischen Forderungen nach Sanktionserleichterungen auseinandersetzen — etwas, das die derzeitige US-Haltung öffentlich nicht befürwortet hat. Die Kluft zwischen Trumps triumphalistischem Ton und den von Iran festgelegten Bedingungen unterstreicht, wie weit die beiden Seiten auseinander liegen.
Die Berichterstattung der Daily Mail betonte Trumps Vertrauen in die US-Militärüberlegenheit und seine Ungeduld gegenüber iranischen Verhandlungstaktiken, die er als Gerede ohne Taten charakterisierte. Die Darstellung der Guardian dagegen betonte das strukturelle Risiko von Fehlkalkulation und merkte an, wie schnell die beiden Nationen in einen Schlagaustausch abgeglitten waren.
Die Konfrontation markiert eine erhebliche Eskalation in einem langfristigen Konflikt über Irans Nuklearprogramm und seinen regionalen Einfluss. Bahrain beherbergt die US-Marine-Fünfte Flotte, was jeden iranischen Anschlag dort — falls bestätigt — zu einem wichtigen Schwellenereignis macht, das arabische Golfstaaten stärker in den Konflikt verwickeln könnte.
Wichtige Unsicherheiten bleiben bestehen: Das Ausmaß der Schäden durch iranische Anschläge wurde nicht unabhängig überprüft, und es ist unklar, ob diplomatische Hintertüren noch funktionieren. Der Zusammenbruch eines Waffenstillstandsrahmens, falls er sich materialisiert, würde die sichtbarste Ausfahrt entfernen, die beiden Regierungen zur Verfügung steht.
Da beide Seiten militärischen Erfolg beanspruchen und keine öffentlich von ihren Kernforderungen abrückt, bleibt der unmittelbare Weg zur Deeskalation unklar. Beobachter warten darauf, ob Vermittler von Drittparteien — einschließlich Golfstaaten und europäischer Regierungen — die Kluft überbrücken können, bevor der Schlagaustausch selbsterhaltend wird.